Erst Föhn, dann Schnee: Ein markanter Wetterwechsel steht in den Schweizer Alpen an
Die Schweiz steht vor einem markanten Wetterwechsel innerhalb von rund 24 Stunden. Am Mittwoch, 7. Oktober, dominiert zunächst noch eine föhnige Südströmung. Auf der Alpennordseite bleibt es sehr mild, während sich südlich des Alpenhauptkamms mehr Wolken und später auch Niederschläge bemerkbar machen.
SRF Meteo erwartet für Mittwoch auf der Alpennordseite Frühwerte um 12 Grad und Höchstwerte bis etwa 26 Grad. Im Süden liegen die Werte ungefähr zwischen 16 und 22 Grad. Im Hochgebirge ist die Luft ebenfalls noch relativ mild: Für die Westalpen werden in 2000 Metern 7 bis 10 Grad, in 3000 Metern 0 bis 3 Grad und eine Nullgradgrenze von etwa 3000 bis 3500 Metern angegeben.
Am Donnerstag kippt die Wetterlage
Mit der Kaltfront am Donnerstag ändert sich das Bild rasch. Der Föhn hält am Morgen am östlichen Schweizer Alpennordhang zunächst noch an, bricht im Tagesverlauf aber zusammen. Danach dreht der Wind auf West bis Nordwest, und verbreitet setzt Regen ein. Am meisten Niederschlag wird nach aktuellem Stand am Alpennordhang und im Waadtländer Jura erwartet.
Besonders auffällig ist der Temperatursturz in der Höhe. SRF Meteo lässt die Schneefallgrenze im Norden von etwa 2800 Metern auf rund 1500 Meter sinken. Am Freitagmorgen sind letzte Flocken sogar bis gegen 1200 Meter möglich. In den Hochalpen können am Alpennordhang etwa 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen; auch einzelne Alpenpässe können vorübergehend winterlich werden.
Vor Ort wichtig
- Mittwoch: Alpennordseite etwa 12 °C am Morgen, lokal bis rund 26 °C am Nachmittag.
- Donnerstag: Föhnbruch und rascher Übergang zu Regen, Wind und deutlich kühlerer Luft.
- Schneefallgrenze im Norden: von rund 2800 m auf etwa 1500 m sinkend.
- Hochalpen am Alpennordhang: nach aktuellem Stand etwa 20 bis 40 cm Neuschnee möglich.
Für Pässe und Bergtouren wird Donnerstag deutlich anspruchsvoller
Der Mittwoch bietet vielerorts noch das bessere Zeitfenster für Touren und Fahrten in höheren Lagen, allerdings mit zunehmendem Föhnwind. Am Donnerstag verschlechtern sich Sicht und Strassenverhältnisse rasch. Oberhalb der sinkenden Schneefallgrenze kann Schnee auf kalte oder nasse Fahrbahnen treffen. Wer über hohe Alpenpässe unterwegs ist, sollte den Strassenzustand und allfällige Sperrungen unmittelbar vor der Fahrt prüfen.
Der Wechsel ist damit bemerkenswert: Innerhalb kurzer Zeit folgt auf sehr mildes, föhniges Herbstwetter eine deutlich kühlere West- bis Nordwestlage mit Schnee im Hochgebirge. Wie weit der Schnee auf einzelnen Passstrassen liegen bleibt, hängt stark von Intensität, Tageszeit und Untergrundtemperatur ab.